Wozu Dichter?

Перечитала оце Wozu Dichter? (1946), і понавиписувала купу цитат. Раптом комусь буде цікаво –

Wozu Dichter (1946) (Gesamtausgabe, Bd.5, Klostermann, 1977)

Der Fehl Gottes bedeutet, daß kein Gott mehr sichtbar und eindeutig die Menschen und die Dinge auf sich versammelt und aus solcher Versammlung die Weltgeschichte und den menschlichen Aufenthalt in ihr fügt. Im Fehl Gottes kündigt sich aber noch Ärgeres an. Nicht nur die Götter und der Gott sind entflohen, sondern der Glanz der Gottheit ist in der Weltgeschichte erloschen. Die Zeit der Weltnacht ist die dürftige Zeit, weil sie immer dürftiger wird. Sie ist bereits so dürftig, daß sie nicht mehr vermag, den Fehl Gottes als Fehl zu merken. Mit diesem Fehl bleibt für die Welt der Grund als der dründende aus. (D269, E89-90)

Wohin soll er [ein neuer Gott] sich bei seiner Wiederkunft kehren, wenn ihm nicht zuvor von den Menschen ein Aufenthalt bereit ist? Wie konnte je dem Gott ein gottgemäßer Aufenthalt sein, wenn nicht zuvor ein Glanz von Gottheit in allem, was ist, zu scheinen begänne? (D270, E90)

Mit den Sterblichen wendet es sich aber, wenn sie in ihr eigenes Wesen finden. Dieses beruht darin, daß sie eher als die Himmlischen in den Abgrund reichen. Sie bleiben, wenn wir ihr Wesen denken, dem Abwesen näher weil sie vom Anwesen, wie von altersher das Sein heißt, angegangen sind. Weil aber das Anwesen sich zugeich verbirgt, ist es schon selbst das Abwesen. So birgt und merkt der Abgrund alles. (D271, E91)

Der Äther jedoch, worin die Götter allein Götter sind, ist ihre Gottheit. Das Element dieses Äthers, das, worin selbst die Gottheit noch west, ist das Heilige. Das Element des Äthers für die Ankunft der entflohenen Götter, das Heilige, ist die Spur der entflohenen Götter. […] Dichter sein in dürftiger Zeit heißt: singend auf die Spur der entflohenen Götter achten. Darum sagt der Dichter zur Zeit der Weltnacht das Heilige. Deshalb ist die Weltnacht in der Sprache Hölderlins die heilige Nacht. […] Wir anderen müssen auf das Sagen dieser Dichter hören lernen, gesetzt, daß wir uns nicht and der Zeit die das Sein verbirgt, weil sie es birgt, dadurch vorbeitäuschen, daß wir die Zeit nur aus dem Seienden errechnen, indem wir dieses zergliedern. […] Nicht nur das Heilige geht als die Spur zur Gottheit verloren, sondern sogar die Spuren zu dieser verlorenen Spur sind beinahe ausgelöscht. Je mehr die Spure verlöschen, um so weniger vermag noch ein einzelner Sterblicher, der in den Abgrund reicht, dort auf Wink und Weisung zu achten. (D272, E92)

Dürftig bleibt die Zeit nicht nur, weil Gott tot ist, sondern weil die Sterblichen sogar ihr eigenes Sterbliches kaum kennen und vermögen. Noch sind die Sterblichen nicht im Eigentum ihres Wesens. Der Tod entzieht sich in das Rätselhafte. Das Geheimnis des Schmerzes bleibt verhüllt. Die Liebe ist nicht gelernt. Aber die sterblichen sind. Sie sind insofern Sprache ist. Noch weilt Gesang über ihren dürftigen Land. Das Wort des Sängers hält noch die Spur des Heiligen. (D274, E94)

Dürftig ist die Zeit, weil ihr die Unverborgenheit des Wesens von Schmerz, Tod und Liebe fehlt. Dürftig ist dieses Dürftige selbs, weil der Wesensbereich sich entzieht, in dem Schmerz und Tod und Liebe zusammengehören. Verborgenheit ist, insofern der bereich ihres Zusammengehörens der Abgrund des Seins ist. Aber noch bleibt der Gesang, der das Land nennt. (D275, E95)

Insofern Rilke die Natur als das Wagnis vorstellt, denkt er sie metaphysisch aus dem Wesen des Willens. Dieses Wesen verbirgt sich noch, sowohl im Willen zur Macht, wie auch im Willen als Wagnis. Der Wille west als der Wille zum Willen. (D279-80, E99-100)

Das Sein, das alles Seiende in der Wage hält, zieht so das Seiende stets an sich und auf sich zu, auf sich als die Mitte. Das Sein hält als das Wagnis alles Seiende als das Gewagte in diesem Bezug. Aber diese Mitte des anziehenden Bezuges zieht sich zugleich aus allem Seienden zurück. Dergestalt überläst die Mitte das Seiende dem Wagen, als welches es gewagt ist. In diesem versammelnden Loslassen verbirgt sich das metaphysische, aus dem Sein gedachte Wesen des Willens. (D281, E101)

Insofern das Offene von Rilke als das Ungegenständliche der vollen Natur erfahren ist, muß sich ihm dagegen und in der entsprechenden Weise die Welt des wollenden Menschen als das Gegenständliche abheben. Umgekehrt empfängt ein auf das heile Ganze des Seienden ausschauender Blick aus den Erscheinungen der heraufkommenden Technik einen Wink in die Bereiche, aus dennen vielleicht eine ursprünglicher bildende Überwindung des Technischen kommen könnte. (D290, E110)

Als der Vor- und Herstellende steht er [der Mensch] vor dem verstellten Offenen. Dadurch ist er selbst und sind seine Dinge der wachsenden Gefahr ausgesetzt, zum bloßen Material und zur Funktion der Vergegenständlichung zu werder. Der Vorsatz des Sichdurchsetzens entbreitet selbst den Bereich der Gefahr, daß der Mensch sein Selbst an das unbedingte Herstellen verliert. Die Bedrohung, die das Wesen des Mensches anfällt, steigt aus diesem Wesen selbst herauf. (D293, E113)

Das Wesen der Technik kommt nur langsam an den Tag. Dieser Tag ist die zum bloß technischen Tag umgefertigte Weltnacht. Dieser Tag ist der kürzeste Tag. Mit ihm droht ein einziger endloser Winter. Jetzt versagt sich dem Menschen nicht nur der Schutz, sondern das Unversehrte des ganzen Seienden bleibt im Finstern. Das Heile entzieht sich. Die Welt wird heil-los. Dadurch bleibt nicht das Heilige als die Spur zur Gottheit verborgen, sondern sogar die Spur zum Heiligen, das Heile, sheint ausgelöscht zu sein. Es sei denn, daß noch einige Sterbliche vermögen, das Heillose als Heillose drohen zu sehen. Sie müßten ersehen, welche Gefahr den Menschen anfällt. Die Gefahr besteht in der Bedrohung, die das Wesen des Menschen in seinem Verhältnis zum Sein selbst angeht, nicht aber in zufälligen Fährnissen. Diese Gefahr ist die Gefahr. Sie ferbirgt sich im Abgrund zu Seienden. Um die Gefahr zu sehen und zu zeigen, müssen solche Sterbliche sein, die eher in den Abgrund reichen. (D295, E115)

Vielleicht ist jede andere Rettung, die nicht von dort kommt, wo die Gefahr ist, noch im Unheil. (D296, E115)

Schaffen bedeuted: schöpfen. Aus der Quelle schöpfen heißt: das Hervorspringende aufnehmen und das Empfangene bringen. Das wagendere Wagen das willigen Wollens fertigt nichts an. Es empfängt und gibt Empfangenes. Es bringt, indem es das Empfangene in seiner Fülle entfaltet. Das wagendere Wagen vollbringt, aber es stellt nicht her. Nur ein Wagen, das wagender wird, insofern es willig ist, kann empfangend vollbringen. (D298, E118)

Die Sprache ist der Bezirk (templum), d.h. das Haus des Seins. Das Wesen der Sprache erschöpft sich weder im Bedeuten, noch ist sie nur etwas Zeichenhaftes und Ziffernmäßiges. Weil die Sprache das Haus des Seins ist, deshalb gelangen wir so zu Seiendem, daß wir ständig durch dieses Haus gehen. (D310, E129)

Das Eingehen in die Sage kennzeichnet ein Sagen, das einem zu Sagenden nachgeht, einzig um es zu sagen. Das zu Sagende dürfte dann jenes sein, was dem Wesen nach in den Bezirk der Sprache gehört. Das ist, metaphysisch gedacht, das Seiende im Ganzen. Dessen Ganzheit ist das Unversehrte des reinen Bezuges, das Heile des Offenen, insofern es sich dem Menschen einräumt. (D316, E135)

Die Wagenderen sind die Dichter, aber Dichter, deren Gesang unser Schutzlossein ins Offene wendet. Diese Dichter singen, weil sie den Abschied gegen das Offene umkehren und und sein Heil-loses ins heile Ganze er-innern, im Unheilen das Heile. (D318, E137)

Im Unsichtbaren des Weltinnenraumes, als dessen weltische Einheit der Engel erscheint, wird das Heile des weltisch Seienden sichtbar. Erst im weitesten Umkreis des Heilen vermag Heiliges zu erscheinen. Dichter vor der Art jener Wagenderen sind, weil sie das Heillose als ein solches erfahren, unterwegs auf der Spur des Heiligen. Ihr Lied überm Land heiligt. Ihr Gesang feiert das Unversehrte der Kugel des Seins.
Unheil als Unheil spurt uns das Heile. Heiles erwinkt rufend das Heilige. Heilige bindet das Göttliche. Göttliches nähert den Gott.
Die Wagenderen erfahren im Heil-losen das Schutzlossein. Sie bringen den Sterblichen die Spur der entflohenen Götter in das Finstere der Weltnacht. Die Wagenderen sind als die Sänger des Heilen „Dichter in dürfiger Zeit“. (D319, E138-9)

А взагалі, що цікаво – не пригадую, щоб Гайдегер ще десь прямим текстом про любов говорив. Цікаво, чи то просто вплив Рільке, чи шось інше…

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9 thoughts on “Wozu Dichter?

  1. Я якраз недавно трохи ознайомився з критикою Гайдеггера Габермасом, суть якої з точки зору філософського дискурсу про модерність коротко передає наступна цитата:

    „По-суті месіанство Ніцше, який ще залишає можливість (так би мовити в юдейській містиці) „притиснути добро“, у Гайдеггера перетворюється в апокаліптичне очікування катастрофального настання нового. Одночасно Гайдеггер взяв з романтичних зразків і особливо у Гьордерліна мисловну фігуру відсутнього бога, щоб мати можливість визначити край метафізики як „остаточне завершення“, а в такий спосіб і як безпомилковий знак „нового початку“.“

    Точність та літературність перекладу не гарантую!

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    1. і шо в цьому критичного? в сенсі, з чим саме Габермас не погоджується і чому?
      це по-перше, а по-друге, навіть в такій короткі цитаті з Габермасом можна не погодитися. хоч би з приводу “безпомилкового знаку” в останньому реченні. наскільки я розумію, для Гайдегера “зевершення метафізики” зовсім не обов’язково спричинить новий початок. Навпаки, так як ця метафізика завершується, вона ще цілком може завершитися цілковитим кінцем, без жодного нового початку. В цьому і полягає Небезпека.

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      1. Критика Габермаса, з якою я вцілому погоджуюсь, є в тім, що месіанська критика метафізики, яку практикує Гайдеггер, не є серйозним вихідом з того клубка протиріч, виявлених ще в філософії Гегеля, які притаманні філософії, яка спирається на принцип суб’єктивности. Ваше заперечення щодо „безпомилкового знаку“ це ще раз підтверджує. Габермас стверджує, і в цьому я з ним теж погоджуюсь, що основу для розв’язання цих протиріч слід шукати, роблячи акцент в напрямку інтерсуб’єктивности.

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        1. га-га-га…
          вибачте…

          ви ж самі зацитували, що месіанство – це Ніцше, а не Гайдегер. 🙂

          Гайдегеру непритаманне спирання на “принцип суб’єктивності”. навпаки. наскільки це можливо, звичайно, враховуючи, що ми всі в ньому живемо.

          Шукати вихід в ніби-то переході від суб’єктивності до “інтер-суб’єктивності” – то модернізм ще той. він же постмодернізм :). хоча… це загальна тенденція в них – почитати Гайдегера, недозрозуміти, але запозичити, а потім критикувати 🙂 Левінас, Габермас, Деріда, і т.д. – ціла традиція :).

          знаєте, мені одного разу в Габермаса сподобалася фраза: основний міф Просвітництва – те, що просвітництво ніби-то позбулося міфів. ну от це саме хочеться про Габермаса сказати 🙂 хоч я його зовсім не знаю, і тому промовчу 🙂

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          1. Про міфи Просвітництва – це скоріше Хоркхаймер та Адорно, а Габермас їх критикує поряд з Гайдеггером, тільки в різних розділах своїх лекцій про філософський дискурс модерности (IV – Ніцше, V –Хоркхаймер та Адорно, VI – Гайдеггер). Про самого Габермаса Ви загнули безпідставно, тому не буду навіть спростовувати. Його ідеї є лише його ідеї, хоч він і спирається на попередників. Про месіанство – у Гайдеггера месіанською є сама онтологія, і в ролі месії виступає буття: вся існуюча наявність є в очікуванні буття…

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            1. Я ж виразно написала, що вичитала це власне в Габермаса, а не в Горкгаймера з Адорном.
              Ну і дискутувати про Гайдегера посилаючись на Габермаса, а не на самого Гайдегера, я не буду. Мені Габермас нецікавий, як і вся ця традиція, з якої він вийшов, з Горкгаймером і Адорном включно.

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              1. Добре, я колись займусь грунтовно Гайдеггером, тоді повернемось до цієї теми. А поки що бажаю Вам успіхів! Думаю, що з цього щось вийде…

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  2. Ми і ані

    Проблему я вбачаю в тому, що закон прописано так, що він переходить з рівня “організованої злочинності” на рівень персональний.

    Себто людина думає: я нікого не чіпав, щось собі скачав, ніхто не постраждав – і я злочинець. За що? Я ж нікому нічого не заподіяв.

    А програми ПП підпадають під політичний розділ Закону Мерфі: “Всі брешуть, але то не має значення, бо ніхто не слухає”.

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