Hölderlins Erde und Himmel

Чергова порція виписок – Hölderlins Erde und Himmel (1959) (Erläuterungen, Klostermann, 1971).

Тут цікаво про голоси долі – чотири голоси долі (земля, небо, люди, боги) – Гайдегерівський Geviert (і як воно по-українськи?) власною персоною. Тобто Гайдегер здається вперше (і в останнє?) обгрунтовує його запозичення з Гьольдерліна. Перегукується добре з “Поетично живе людина”, “Питання Техніки”, “Повернення додому (для родичів)”, і взагалі, це один із найпізніших текстів… тим і рулить

[Die Schönheit] ist die griechisch erfahrene Wahrheit, nähmlich die Entbergung des von sich her Anwesenden, der phusis, jener Natur, in der und aus der die Griechen lebten. (D161, E185)

Durch den Ort, den der Dichter jetzt bewohnt, wird ihm die Erde neu zur Erde. Sie birgt und trägt als der Bau der Himmlichen das Heilige, d.h. die Sphäre des Gottes. Die Erde ist nur Erde als die Erde des Himmels, der nur Himmel ist, in dem er auf die Erde hinabwirkt. [… Gewitter – Daseyn Gottes…] Erde und Himmel und die im Heiligen verborgenen Götter, alles ist für die still-freudige Stimmung des Dichters im Ganzen der ursprünglich aufgehenden Natur gegenwärtig. Sie erscheint ihm in einem besonderen Licht. (D161, E186)

Dieses [philosophische] Licht ist jene Helle, die im Vermögen des Zurückscheinenlassens, in der Reflexionskraft, alles Anwesende mit der Helligkeit des Anwesenes begabt. (D161, E186)

Die Kunst ist als das zeigende Erscheinenlassen des Unsichtbaren die höhste Art der Zeichens. (D162, E186)

Der dichterisch wohnende Mensch bringt alles Scheinende, Erde und Himmel, und das Heilige, in den für sich stehenden, alles verwahrenden Vorschein, bringt es in der Gestalt des Werkes zum sicheren Stehen. […] Wenngleich die Einheit des Ganzen von Erde und Himmel, Gott und Mensch im Brief ungesagt bleibt, wir sehen schon dies eine deutlicher: Erde und Himmel und ihr Bezug gehören in ein reicheres Verhältnis. (D162, E187)

Wir achten jetzt nur uaf die Worte „wirklich/Ganzem Verhältnis, samt der Mitt“ und verstehen sie vermutungsweise als den Namen für jenes Ganze von Erde und Himmel, Gott und Mensch. (D162, E187)

Un-endlich besagt, daß die Enden und Seiten, die Gegenden des Verhältnisses nicht abgeschnitten, einseitig für sich stehen, sondern der Einseitigkeit und Endlichkeit enthoben, un-endlich zueinander gehören im Verhältnis, das sie „durchgängig“ aus seiner Mitte zusammenhält. Die Mitte, die so heißt, weil sie mittelt, ist weder die Erde, noch der Himmel, weder der Gott, noch der Mensch. Das hier zu denkende Un-endliche ist abgründig verschieden vom bloß Endlosen, das wegen seiner Gleichförmigkeit kein Wachstum zuläst. Dagegen kann das „zartere Verhältniß“ von Erde und Himmel, Gott und Mensch un-endlicher werden. Denn das Nicht-Einseitige kann reiner aus der Innigkeit zum Vorschein kommen, in der die genannten Vier zueinander gehalten werden. (D163, E188)

Das Tönende ist der Himmel. Seine Stimme ist die heitere Stimmung der Wolken. Was die Wolken ins Aufgeschlossene stimmt, ist gerade jenes, was sie in sich bergen: die „höchste Erscheinung des Gewitters“, den Blitz, den Donner, den Sturm und die Pfeile des Regens. Darin verbirgt sich die Anwesenheit des Gottes. Wenngleich die Gewitterwolken en Himmel verhüllen, gehören sie zu ihm und zeigen die Freude des Gottes. Daher sind die Wolken „gut gestimmt“, d.h. in ihrer rechten Bestimmung. (D166, E190)

Das Tönen der Erde ist das Echo des Himmels. Im Widerhall erwidert die Erde dem Himmel ihren eigenen Gang. (D166, E191)

Das Rufen der Sänger ist ein Hinausschauen zur Unsterblichkeit, d.h. zur Göttlichkeit, die sich ins Heilige birgt. Die Rufe sind wie ein Hinausschauen, hinaus von der Erde in die Weite des Himmels. Wundersame Selbigkeit von Schauen und Rufen im irdischen Gesang der Sänger. (D168, E193)

Die zur Unsterblichkeit hinausschauenden Rufe sind die Rufe der Berufenen. Diese empfangen in „Dichterberuf“ die Bestimmung zum Gesang. Die also Rufenden werden dadurch selber zu einer Stimme des Geschicks. Ihre „Liebe zur Unsterblichkeit“, d.h. zur Göttlichkeit „ist eines Gottes“. Solche Liebe gehört dem Gott, bleibt jedoch ein Fremdes, darein er sich wie in die Gesangeswolken schickt. Denn auch der Gott steht noch unter dem Geschick. Der Gott ist eine der Stimmen des Geschicks. […] (D169, E193-4)

Es [Unsichtbare] schicket sich: d.h. es fügt und bringt sich ins Fremde. Darum kann das schauende Rufen der Sänger das Angesicht des Gottes selbst nicht erblicken. Der Sänger ist blind. Der Gott west nur an, indem er sich verbirgt. Darum muß die Art, wie der blinde Sänger in Gesang den Gott sagt, eine Kunst sein, die ihm die Augenlider deckt. Der Gedanke, den das Dichten des Sängers bildet, gehört dem heiligen Bilde, d.h. dem Anblick des Heiligen, das den Gott verbirgt. Aber der Gesang, der von der Erde aus zum Himmel ruft, wäre nicht Stimme ohne die Stimme des Gottes, die jedoch die Menschen vor dem „Schröklichen“ schont. Daß der Gott „alltag“ und „weit umher“ sich zeigt, indem er für das rufende schauen sich in die Verdeckung schickt, ist das Wunderbare dieser Stimme des Geschicks. (D169-70, E194)

Vier Stimmen sind es, die tönen: Der Himmel, die Erde, der Mensch, der Gott. In diesen vier Stimmen versammelt das Geschick das ganze unendliche Verhältnis. Doch keines der Vier steht und geht einseitig für sich. Keines ist in diesem Sinne endlich. Keines ist ohne die anderen. Un-endlich halten sie sich aneinander, sind, was sie sind, aus dem un-emdlichem Verhältnis, sind dieses Ganze selbst. (D170, E194)

[Das Geschick] schickt die Vier zueinander, undem es sie, das ganze Verhältnis bei sich versammelt hält. Dann wäre vermutlich das Geschick „die Mitt“, die mittelt, insofern sie die Vier allererst in ihr Zueinandergehören ermittelt, sie in dieses schickt. Das Geschick holt die Vier in seine mitte zu sich ein, nimmt sie an sich, fängt sie an in die Innigkeit. […] Als die Mitte des ganzen Verhältnisses ist das Geschick der alles versammelnde An-fang. Die Mitte ist als das tönende große Geschick der große Anfang. (D171, E195)

Hie Hochzeit ist das Ganze der Innigkeit von: Erde und Himmel, Menschen und Göttern. Sie ist Fest und Feier des un-endlichen Verhältnisses. Die Hochzeit kommt erst „dann“. Wann ist die Zeit dieses „dann“? Welcher Art ist seine Zeit? Sie entzieht sich jeder Berecnung. Solche Zeit zeitigt sich für das Erwarten im hinausschauenden Rufen. Zeit meint hier stets die rechte Zeit, wann es die Zeit ist: der geschichtliche Augenblick. Er hat sein eigenes „dann“. (D173, E197)

Die reine Tagen sind ohne den drohenden Aufruhr der Gewitterwolken. Das Dasein Gottes verhüllt sich nicht in einem Dunkel. Verhüllender noch als dieses ist die hellste Helle. In ihrer Heiterkeit sinnt oben der Gott dem Geschick des unendlichen Verhältnisses nach, indem er „Unzeitiges Wachstum“ „hasset“. Schon die Griechen wußten es, daß die Helle noch verhüllender ist als das Dunkel. (D173, E198)

Was sich uns verweigert, geht uns dadurch gerade auf eine eigene Wese an. Solcher Angang trifft den Menschen heute und überall in einer noch selten bedachten Herausforderung. Der Mensch dieser Erde ist nähmlich durch de undedingte Herrschaft der Wesens der modernen Technik samt dieser selbst herausgefordert, das Ganze der Welt als einen einförmigen durch eine letzte Weltformel gesichrten und von daher berechenbaren Bestand zu bestellen. Die Herausforderung zu solchem Bestellen verfügt alles in einen einzigen Fortriß. Dessen Machenschaft ebnet das Gefüge des unendlichen Verhätlnisses ein. Das Zueinander der vier „Stimmen des Geschicks“ tönt nicht meh. […Geschick selber…] Das Unheimliche umkreist den Erdball, daß jetzt das Geschick den Menschen dieses Weltalters unmittelbar trifft, nichy erst durch ein Tönen seiner Stimmen. Tonlos geht das Geschick den Menschen an – eine rätzelhafte Art von Stille. Der Mensch wird sie vermutlich noch lange Zeit hindurch überhören. So kann er dem Geschick der Verweigerung noch gar nicht entsprechen. Er weicht ihm vielmehr aus durch die immer hoffnungsloseren Versuche, mit seinem sterblichen Willen diese Technik meistern zu wollen. (D178, E202)

Es ist die Hochzeit von Erde und Himmel, da die Menschen und „irgend ein Geist“, d.h. ein Gott, gemeinschaftlicher die Schönheit auf der Erde wohnen lassen. Die Schönheit ist das reine Scheinen der Unverborgenheit des ganzen unendlichen Verhältnisses samt die Mitte. Die Mitte aber ist als das mittelnd Fügende und Verfügende. Sie ist die ihr Erscheinen sparende Fuge des Verhältnisses der Vier. (D179, E203)

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One thought on “Hölderlins Erde und Himmel

  1. Дякую! Зміст тексту ще вимагає обмислення, аналізу власних вражень та оформлення тексту відповіді. Я відповім, коли позбираю свої думки. А Geviert в українському „дусі“ звучить як чотирисуття…

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