Das Gedicht (1968)

Остання Гайдегерова лекція, і я від неї просто вмліваю. Осьо кострубаті спроби поділитися вмліванням. ням.

“Довгий/ час”
Наскільки ж довгий, питаємо. Настільки довгий, що простягається геть аж поза наш теперішній безбожний вік. Відповідно до цього довгого часу, мусить також і передчасне слово поета бути довгим – далеко-чекаючим. Воно мусить кликати “велику долю”. Воно мусить віршувати прихід теперішніх богів.
Але ж чи мусить те, що “теперішнє”, спочатку прибути? Тільки от “прибуття” тут не значить “бути вже прибулим”, а означає подію ранішого прибутя.  Ті, що прибувають таким чином,  показують себе у справжньому наближуванні. В цьому приході вони у свій спосіб сучасні з митцем: ті, що прибувають є су-часними богами. …

“Але тому, що так близько сучасні боги,
мушу я бути таким, ніби вони далеко-далеко, і темним у хмарах
мусять мені бути їх імена, лише перед тим як ранок
зажевріє, лише перед тим як життя засвітиться опівдні,
називаю їх тихо собі…”

Ми чуємо двічі “мус-“. Одне стоїть на початку другого, інше на початку третього рядка. Одне “мушу” стосується відношення поета до присутності сучасних богів. Інше “мусять” стосується виду імен, якими поет називає сучасних богів. Наскільки одне й інше “мус-” належать і стосуються того самого, а саме, віршування, до якого Гьольдерлін бачить себе змушеним, проявиться, коли стане виразнішим, якому виду віршування поет мусить віддатися.

“тому, що так близько сучасні боги”
Дивно – хотілобся вважати, що якщо сучасні боги такі близькі поетові, тоді і називання їхніх імен мало би датися само собою, і не вимагало би від поета жодних особливих вказівок (?). Однак “так близько” значить не “достатньо близько”, а “надто близько”. Гімн Патмос починається:
“Близький і важковловимий Бог.” “і” означає “і тому”. Бог надто близько, щоб його було легко вловити.

Місце, з якого поет повинен назвати богів, мусить мути таким, щоб ті, кого слід назвати, у сучасності свого прибування залишалися далекими, і власне так  – прибуваючими. Щоб ця даль відкрилася як даль, поет повинен вийняти себе з тяжіючої близькості богів, і їх “лише тихо називати”.

“Часто мусимо ми мовчати; бракують нам святі імена”
Мовчати – називається лише це: нічого не казати, залишатися німим? Чи лише той може справді мовчати, хто має що сказати? В такому випадку, мовчав би до найвищої міри той, кому б вдалося у своєму казанні і власне таки через нього, дозволити проявитися несказанному, власне як такому.

Поет називає собі “сучасних богів” “тихо”. “Тихий” означає: стишений, заспокоєний, в такому спокої, в якому покоїться поєднання із своїм призначенням, де воно відповідає святій вимозі і задоволене нею.

Сучасні боги, що наближаються здаля, призначені поетові як ті, кого слід назвати в поклику. Їхня надто близька присутність змушує його забрати своє називаюче казання на вже згадуване далеке місце.

Das Gedicht (1968) (Erläuterungen, Klostermann, 1996)

„Lang is/ Die Zeit“
Wie lang denn, fragen wir. So lang, daß sie auch über unser gegenwärtiges, götterloses Zeitalter hinwegreicht. Dieser langen Zeit entsprechend, muß auch das vorzeitige Wort der Dichter lang – weithinaus wartend – sein. Es muß „das große Geschick“ rufen. Es muß die Ankunft der gegenwärtigen Götter dichten.
Aber muß denn, was „gegenwärtig“ ist, erst noch ankommen? Allein „Ankunft“ meint hier nicht: schon angekommen sein, sondern das Geschehnis des frühen Ankommens. Die so Ankommenden zeigen sich in einem eigentümlichen Nahekommen. In diesem Kommen sind sie auf ihre Weise gegenwärts zum Dichter: die Ankommenden sind gegen-wärtige Götter. Die so ankommenderweise Gegenwärtigen sind freilich nicht die wiederkehrenden entflohenen Götter des alten Griechenlands, obzwar auch diese für Hölderlin als die entflohenen auf ihre Weise gegenwärtig bleiben und den dichter angehen. (D184, E211)

Die damals wahrhaftiger Gegenwärtigen sind nicht vergengen, sie sind nocht ausgelöscht, sondern nur weggegangen. (D184, E212)

Das Ankommen der gegenwärtigen Götter bedeutet somit keineswegs das Wiederkommen der alten Götter. (D185, E212)

Aber weil so nahe sie sind die gegenwärtigen Götter
Muß ich seyn, als wären sie fern, und dunkel in Wolken
Muß ihr Nahme mir seyn, nur ehe der Morgen
Aufglänzt, ehe das Leben im Mittag glühet
Nenn’ ich stille sie mir, damit der Dichter das seine
Habe, wenn aber hinab das himmliche Licht geht
Denk’ ich des vergangenen gern, und sage – blühet indeß. (D185, E212)

Wir hören zweimal ein „muß“. Das eine steht am Beginn des zweiten, das andere am Beginn des dritten Verses. Das eine „muß“ betrifft das Verhältnis des Dichters zur Anwesenheit der gegenwärtigen Götter. Das andere „muß“ betrifft die Art der Namen, durch die der Dichter die gegenwärtigen Götter nennt. Inwiefern das eine und das andere „muß“ zusammengehören und das Selbe angehen, nähmlich das Dichten, in das sich Hölderlin genötigt sieht, wird sich zeigen, sobald deutlicher geworden ist, in welche Art des Dichtens sich der Dichter fügen muß. (D186, E213)

„Weil so nahe sie sind die gegenwärtigen Götter“
Seltsam – man möchte meinen, wenn die gegenwärtigen Götter dem Dichter so nahe sind, dann ergäbe sich das Nennen ihrer Namen von selbst und bedürfe keiner besonderen Weisungen an den Dichter. Allein das „so nahe“ bedeutet nicht „genügend nahe“, sondern „zu nahe“. Die Patmoshymne beginnt:
„Nah ist und schwer zu fassen der Gott.“ Das „und“ meint: und deshalb. Der Gott ist zu nahe, als daß er leicht zu fassen wäre. (D186, E213)

Zu nah, zu nahegehend sind die in der Richtung auf den Dichter zu, gegenwärts zu ihm, ankommenden Götter. Offenbar dauert dieses Ankommen lange Zeit, ist darum noch begrängender und deshalb noch schwerer zu sagen als die vollendete Anwesenheit. Denn auch diese vermag der Mensch nicht geradehin unmittelber zu vernehmen und das durch sie gespendete Gut zu empfangen. (D187, E214)

Bis das Wort gefunden ist und erblüht, gilt es, Schwehres auszutragen. Dieses Schwere bringt das dichterisch eSagen in die Not. Sie nötigt. Sie kommt aud der „Sphäre des Gottes“. Das Element des Göttlichen ist das Heilige.[…]

Wir nennen dich, heiliggenöthiget, nennen,
Natur! dich wir, und neu, wie dem Bad entsteigt
Dir alles Göttlichgeborne.

„heiliggenötigt“ – dieses Wort hören wir nur einmal an dieser Stelle im Ganzen der Dichtung Hölderlins. Es spricht der überall in ihr ungesprochen waltende Anspruch, unter dem sein Dichten steht. (D187, E214)

„heiliggenötigt“ wird der Dichter in ein Sagen, das „nur“ ein stilles Nennen ist.
Der Name, in dem dieses Nennen spricht, muß dunkel sein.
Der Ort, von dem aus der Dichter die Götter nennen soll, muß so sein, daß ihm die zu Nennenden in der Gegenwart ihres Kommens fern und so gerade die Kommenden bleiben. Damit diese Ferne sich als Ferne öffne, muß der Dichter sich aus der bedrängenden Nähe der Götter zurücknehmen und sie „nur stille nennen“. (D187-8, E215)

Nennen ist in Sagen, d.h. Zeigen, das eröffnet, als was und wie etwas in seiner Anwesenheit zu erfahren und zu behalten sei. Das Nennen enthüllt, entbirgt. Nennen ist das erfahren-lassende Zeigen. Wenn dieses jedoch so geschehen muß, daß es sich aus der Nähe des zu Nennenden entfernt, dann wird solches Sagen des Fernen als Sagen in die Ferne zum Rufen. Wenn aber das zu Rufende zu nahe ist, muß, damit das Gerufene in seine Ferne gewahrt bleibt, als Genantes seines Namens „dunkel“ sein. Der Nahmen muß verhüllen. Das Nennen ist als entbergenes Rufen zugleich ein Verbergen. (D188, E215)

„Schweigen müssen wir oft; es fehlen heilige Nahmen,“
Schweigen – heißt dies nur: nichts sagen, stumm bleiben? Oder kann wahrhaft schweigen erst, wer etwas zu sagen hat? In diesem Falle würde im höhsten Maße schweigen, wer es vermöchte, in seinem Sagen und gerade einzig durch dieses das Ungesagte, und zwar als ein solches erscheinen zu lassen. (D188-9, E216)

Der Dichter nennt sich „die gegenwärtigen Götter“ „stille“. „still“ bedeutet: gestillt, zur Ruhe gekommen, zur jener Ruhe, in der das Sichfügen in das Bescheiden beruht, indem es der heiligen Nötigung entspricht und damit zufrieden ist. (D189, E216)

Das heiliggenötigte Nennen muß geschehen, bevor doe wahrhafte Ankunft am Morgen des Göttertages beginnt und sich am Mittag vollendet, wenn das Feuer am Himmel glüht. (D189, E216)

Das die Augen blendende Himmelsfeuer ist nicht minder verhüllend ald das Dunkel der Wolken. (D189, E216)

[…] dem Dichter sind die gegenwärtigen Götter, die fernher nahenden, als die im Rufen zu nennenden, beschieden. Ihre zu nahe Anwesenheit nötigt ihn, sein nennendes Sagen an den schon erwähnten Ort der Ferne zu ihnen zurückzunehmen. (D190, E217)

Die Ferne des nahendes Gottes verweist die Dichter in die Richtung nach jener Gegend ihres Daseins, wo diesem der Boden, der tragende Grund wegsinkt. Die Abwesenheit dieses Grundes nennt Hölderlin den „Abgrund“. (D190, E217)

Zum Sagen des Wortes von der Ankunft auszuharren, ist dem Dichter bescheiden: „damit er das seine/ Habe“. Der Tonn liegt nicht allein auf dem Wort „das seine“, sondern zugleich und mehr noch auf dem „Habe“, welches Wort herausgehoben am Beginn der volgenden Verzeile steht. Es gilt, „die Last zu behalten“. Es gilt, die Not des nennenden Sagen der Ankunft der gegenwärtigen Götter auszudauern. Es gilt, dieses „Sagen“ stille zu tragen.

Aber das Seine gehört dem Dichter wiederum nicht als selbsterworbener Besitz. Das Seine besteht vielmehr darin, daß der Dichter dem gehört, wofür er gebraucht ist. Denn das Sagen des Dichters ist in den Gebrauch genommen, zeigend, verhüllend-enthüllend, die Ankunft der Götter erscheinen zu lassen, die das Wort des Dichters für ihr erscheinen brauchen, dafür das sie im Erscheinen erst sie selbst sind. (D190-1, E218)

Der dem Herzen der fühlenden Menschen Vorausfühlende ist der Dichter. Er ist der Andere, der von der Götter gebrauchte.
Mit diesem scheu gewagten Wort vom bedürfen der Götter und dem entsprechenden Gebrauchtsein des Dichters rührt Hölderlin an die Grunderfahrung seines Dichtertums. Dieses Erfahren sachgerecht zu denken, dem Bereich nachzufragen, in dem es spielt, dem ist das bishrige Denken noch nicht gewachsen. (D191, E219)

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4 thoughts on “Das Gedicht (1968)

    1. тут простих запитань не буває 🙂

      тому що поети і боги – то пара. як небо і земля. поети потрібні богам як перекладачі. а боги потрібні поетам, та й людям загалом, бо вони несуть … благо. шось таке. ну але то велика тема, її так от в двох рядках не вичерпаєш.

      там в тій лекції “Небо і Земля Гьольдерліна”, уривки з якої я викладала, всі чотири, небо, земля, боги і смертні є голосами долі. доля (а по-вашому еволюція) не відбудеться, якщо котрогось із цих голосів бракує, якщо вони не “перегукуються”, не звучать разом. поети – це ті смертні, які здатні краще за інших чути голос богів, і “відповідати” йому. якщо вони справжні поети, звичайно :).

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      1. Re: тут простих запитань не буває 🙂

        А ще, ці боги є тими померлими поетами, яких живі поети намагаються побачити серед хмар…

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