Brief über den „Humanismus“ (1946)

Раз вже я сюди залізла – кину цитати з листа про гуманізм, може раптом це комусь цікаво.

Das Denken vollbringt den Bezug des Seins zum Wesen des Menshen. Es macht und bewirkt diesen Bezug nicht. Das Denken bringt ihn nur als das, was ihm selbst vom Sein übergeben ist, dem Sein dar. Dieses Darbringen besteht darin, daß im Denken das Sein zur Sprache kommt. Die Sprache ist das Haus des Seins. In ihrer Behausung wohnt der Mensch. Die Denkenden und Dichtenden sind die Wächter dieser Behausung. Ihr Wachen ist das Vollbringen der Offenbarkeit des Seins, insofern sie diese durch ihr Sagen zur Sprache bringen und in der Sprache aufbewahren. (D313)

 

Das Denken handelt, indem es denkt. Dieses Handeln ist vermutlich das eifachste und zugleich das höchste, weil es den Bezug des Seins zum Menschen angeht. (D313)

 

Deren [technischen Interpretation des Denkens] Anfänge reichen bis zu Plato and Aristoteles zurück. Das Denken selbst gilt dort als eine τέχνη, das Verfahren des Überlegens im Dienste des Tuns and Machens. Das Überlegen aber wird hier schon aus dem Hinblick auf πράξις und ποίησις gesehen. Deshalb ist das Denken, wenn es für sich genommen wird, nicht „praktisch“. (D314)

 

Die Strenge des Denkens besteht im Unterschied zu den Wissenschaften nicht bloß in der künstlichen, das heißt technisch-theoretischen Exactheit der Begriffe. Sie beruht darin, daß das Sagen rein im Element der Wahrheit des Seins bleibt und das Einfache seiner mannigfaltigen Dimensionen walten läßt. (D315)

 

Auch die Namen wie „Logik“, „Ethik“, „Physik“ kommen erst auf. sobald das ursprüngliche Denken zu Ende geht. Die Griechen haben in ihrer großen Zeit ohne solche Titel gedacht. Nicht einmal „Philosophie“ nannten sie das Denken. Dieses geht zu Ende wenn es aus seinem Element weicht. Das Element ist das, aus dem her das Denken vermag, ein Denken zu sein. Das Element ist das eigentlich Vermögende: das Vermögen. Es nimmt sich des Denkens an und bringt es so in dessen Wesen. Das Denken, schlicht gesagt, ist das Denken des Seins. Der Genitiv sagt ein Zweifaches.  Das Denken ist des Seins, insofern das Denken, vom Sein ereignet, dem Sein gehört. Das Denken ist zugleich Denken des Seins, insofern das Denken, dem Sein gehörend, auf das Sein hört. Als das hörend dem Sein gehörende ist das Denken, was es nach seiner Wesensherkunft ist. Das Denken ist – dies sagt: das Sein hat sich je geschicklich seines Wesen angenommen. (D316)

 

Wenn ich von der „stillen Kraft des Möglichen“ spreche, meine ich nicht das possibile einer nur vorgestelten possibilitas, nicht die potentia als essentia eines actus der existentia, sondern das Sein selbst, das mögend über das Denken und so über das Wesen des Menschen und das heißt über dessen bezug zum Sein vermag. Etwas vermögen bedeuted hier: es in seinem Wesen wahren, in seinem Element einbehalten.  (D317)

 

Soll aber der Mensch in die Nähe des Seins finden, dann muß er zuvor lernen, im Namenlosen zu existieren. Er muß in gleicher Weise sowohl die Verführung durch die Öffentlichkeit als auch die Ohnmacht des Privaten erkennen. Der Mensch muß, bevor er spricht, erst vom Sein sich wieder ansprechen lassen auf die Gefahr, daß er unter diesem Anspruch wenig oder selten etwas zu sagen hat. Nur so wird dem Wort die Kostbarkeit seines Wesens, dem Menschen aber die Behausung für das Wohnen in der Wahrheit des Seins wiedergeschenkt. (D319)

 

Wohin anders geht die „Sorge“ als in die Richtung, den Menschen wieder in sein Wesen zurückzubringen? Was bedeutet dies anderes, als das der Mensch (homo) menschlich (humanus) werde? So bleibt doch die Humanitas das Anliegen eines solchen Denkens; denn das ist Humanismus: Sinnen und Sorgen, daß der Mensch menschlich sei und nicht un-menschlich, „inhuman“, das heißt außerhalb seines Wesens. Doch worin besteht die Menschlichkeit des Menschens? Sie ruht in seinem Wesen. (D319)

 

Jeder Humanismus gründed entweder in einer Metaphysik oder er macht sich selbst zum Grund einer solchen. Jede Bestimmung des Wesens des Menschen, die schon die Auslegung des Seienden ohne die Frage der Wahrheit des Seins voraussetzt, sei es mit Wissen, sei es ohne Wissen, ist metaphysisch. Darum zeigt sich, und zwar im Hinblick auf die Art, wie das Wesen des Menschen bestimmt wird, das eigentümliche aller Metaphysik darin, daß sie „humanistisch“ ist. Demgemäß bleibt jeder Humanismus metaphysisch. Der Humanismus fragt bei der Bestimmung der Menschlichkeit des Menschennicht nur nicht nach dem Bezug des Seins zum Menschenwesen. Der Humanismus verhindert sogar diese Frage, da er sie auf Grund seiner Herkunft aus der Metaphysik weder kennt noch versteht. (D321-322)

 

Sind wir überhaupt auf dem rechten Wege zum Wesen des Menschen, wenn wir den Menschen und solange wir den Menschen als ein Lebewesen unter anderen gegen Pflanzen, Tier und Gott abgrenzen? (D323)

 

Die Metaphysik verschließt sich dem einfachen Wesensbestand, daß der Mensch nur in seinem Wesen west, indem er vom sein angesprochen wird.  Nur aus diesem Anspruch „hat“ er das gefunden, worin sein Wesen wohnt. Nur aus diesem Wesen „hat“ er „Sprache“ als die Behausung, die seinem Wesen das Ekstatische wahrt. Das Stehen in der Lichtung des seins nenne ich die Ek-sistenz des Menschen. Nur dem Menschen eignet diese Art zu sein. Die so verstandene Ek-sistenz ist nicht nur der Grund der Möglichkeit der Vernunft, ration, sondern die Eksistenz ist das, worin das Wesen des Menschen die Herkunft seiner Bestimmung wahrt. (D323-324)

 

Der Leib des Menschen ist etwas wesentlich anderes als ein tierischer Organismus. (D324)

 

Sprache ist lichtend-verbergende Ankunft des Seins selbst. (D326)

 

Der Satz „Der Mensch ek-sistiert“, antwortet nicht auf die Frage, ob der Mensch wirklich sei oder nicht, sondern antwortet auf die Frage nach dem „Wesen“ des Menschen. (D326-327)

 

Als der Ek-sistierende steht der Mensch das Da-sein aus, indem er das Da als Lichtung des Seins in „die Sorge“ nimmt. Das Da-sein selbst aber west als das „deworfene“. Es west im Wurf des Seins als des schickend Geschicklichen. (D327)

 

Der Mensch ist vielmehr vom Sein selbst in die Wahrheit des Seins „geworfen“, daß er, dergestalt ek-sistierend, die Wahrheit des Seins hüte, damit im Lichte des Seins das Seiende als das Seiende, das es ist, erscheine. Ob es und wie es erscheint, ob und wie der Gott und die Götter, die Geschichte und die Natur in die Lichtung des Seins hereinkommen, an- und abwesen, entscheidet nicht der Mensch. Die Ankunft des Seienden beruht im Geschick des Seins. Für den Menchen aber bleibt die Frage, ob er in das Schickliche seines Wesens findet, das diesem Geschick entspricht; denn diesem gemäß hat er als der Ek-sistierende die Wahrheit des Seins zu hüten. Der Mensch ist der Hirt des Seins. (D330-331)

 

Das „Sein“ das ist nicht Gott und nicht ein Weltgrund. Das Sein ist wesenhaft weiter denn alles Seiende und ist gleichwohl dem Menschen näher als jedes Seiende, sei dieses ein Fels, ein Tier, ein Kunstwerk, eine Maschine, sei es ein Engel oder Gott. Das Sein ist das Nächste. Doch die Nähe bleibt dem Menschen am fernsten. Der Mensch hält sich zunächst immer schon und nur an das Seiende. Wenn aber das Denken das Seiende als das Seiende vorstellt, bezieht es sich zwar auf das Sein. Doch es denkt in Wahrheit stets nur das Seiende als solches und gerade nicht und nie das Sein als solches. (D331)

 

Wie verhält sich jedoch, gesetzt daß wir überhaupt geradehin so fragen dürfen, das Sein zur Ek-sistenz? Das Sein selber ist das Verhältnis, insofern Es die Ek-sistenz in ihrem existenzialen, das heißt ekstatischen Wesen an sich hält und zu sich versammelt als die Ortschaft der Wahrheit des Seins inmitten des Seienden. Weil der Mensch als der Eksistierende in dieses Verhältnis, als welches das Sein sich selbst schickt, zu stehen kommt, indem er es ekstatisch aussteht, das heißt sorgend übernimmt, verkennt er zunächst das Nächste und hält sich an das Übernächste. Er meint sogar , dieses sei das Nächste. Doch näher als das Nächste, das Seiende, und zugleich für das gewöhnliche Denken ferner als sein Fernstes ist die Nähe selbst: die Wahrheit des Seins. (D332)

 

So kommt es denn bei der Bestimmung der Menschlichkeit des Menschen als der Ek-sistenz darauf an, daß nicht der Mensch das Wesentliche ist, sondern das Sein als die Dimension des Ekstatischen der Ek-sistenz. Die Dimension jedoch sit nicht die bekannte Räumliche. Vielmehr west alles Räumliche und aller Zeit-Raum im Dimensionalem, als welches das Sein selbst ist. (D333-334)

 

Sie [die Philosophie] schreitet, wenn sie ihr Wesen achtet, überhaupt nichr fort. Sie tritt auf der Stelle, um stets dasselbe zu denken. Das Fortschreiten, nähmlich firt von dieser Stelle, ist ein Irrtum, der dem Denken folgt als der Schatten, den es selbst wirft. (D335)

 

Es gibt, anfänglicher gedacht, die Geschichte des Seins, in die das Denken als Andenken dieser Geschichte von ihr selbst ereignet, gehört. […] Zum Geschick kommt das Sein, indem Es, das Sein, sich gibt. Das aber sagt, geschickhaft gedacht: Es gibt sich und versagt sich zumal.(D335)

 

In der Einleitung zu „S.u.Z“ (S.38) steht einfach und klar und sogar im Sperrdruck: „Sein ist das transcendens schlechthin.“ (D336)

 

Hölderlin jedoch ist, wenn er die „Heimkunft“ dichtet, darum besorgt, daß seine „Landesleute“ in ihr Wesen finden. Dieses sucht er keineswegs in einem Egoismus seines Volkes. Er sieht es vielmehr aus der Zugehörigkeit in das Geschick des Abendlandes. Allein auch das Abendland ist nicht regional als Occident im Unterschied zum Orient gedacht, nicht bloß als Europa, sondern weltgeschichtlich aus der Nähe zum Ursprung. Wir haben noch kaum begonnen, die geheimnisvollen Bezüge zum Osten zu denken, die in Hölderlins Dichtung Wort geworden sind.(D338)

 

In dieser Nähe vollzieht sich, wenn überhaupt, die Entscheidung, ob und wie der Gott und die Götter sich versagen und die Nacht bleibt, ob und wie der Tag des Heiligen dämmert, ob und wie im Anfang des Heiligen ein Erscheinen des Gottes und der Götter neu beginnen kann. Das Heilige aber, das nur erst der Wesenraum der Gottheit ist, die selbst wiederum nur die Dimension für die Götter und den Gott gewährt, kommt dann allein ins Scheinen, wenn zuvor und in langer Vorbereitung das Sein selbst sich gelichtet hat und in seiner Wahrheit erfahren ist. Nur so beginnt aus dem Sein die Überwindung des Heimatlosigkeit, in der nicht nur die Menschen, sondern das Wesen des Menschen umherirrt. (D338-339)

 

Die so zu denkende Heimatlosigkeit beruht in der Seinsverlassenheit des Seienden. Sie ist das Zeichen der Seinsvergessenheit. Dieser zufolge bleibt die Wahrheit der Seins ungedacht. Die Seiensvergessenheit bekundet sich mittelbar darin, daß der Mensch immer nur das Seiende betrachtet und bearbeitet. Weil er dabei nicht umhin kann, das Sein in der Vorstellung zu haben, wird auch das Sein nur als das „Generellste“ und darum Umfassende des Seienden oder als eine Schöpfung des unendlichen Seienden oder als das Gemächte eines endlichen Subjects erklärt. Zugleich steht von altersher „das Sein“ für „das Seiende“ und umgekehrt dieses für jenes, beide wie umgetrieben in einer seltsamen und noch unbedachten Verwechslung.(D339)

 

Der Mensch ist nicht der Herr des Seienden. Der Mensch ist der Hirt des Seins. […] Der Mensch ist in seinem seinsgeschichtlichen Wesen das Seiende, dessen Sein als Ek-sistenz darin besteht, daß es in der Nähe des Seins wohnt. Der Mensch ist der Nachbar des Seins.(D342)

 

… nicht der Mensch, sondern das geschichtliche Wesen des Menschen in seiner Herkunft aus der Wahrheit des Seins auf dem Spiel steht.(D343)

 

Allein das Swierige besteht nicht darin, einem besonderen Tiefsinn nachzuhängen und verwickelte Begriffe zu bilden, sondern es verbirgt sich in dem Schritt-zurück, der das Denken in ein erfahrendes Fragen eingehen und das gewohnte Meinen der Philosophie fallen läßt.(D343)

 

Alles leigt einzig daran, daß die Wahrheit der Seins zur Sprache komme und daß das Denken in diese Sprache gelange. Vielleicht verlangt dann die Sprache weit weniger das überstützte Aussprechen als vielmehr das rechte Schweigen. Doch wer von uns Heutigen möchte sich einbilden, seine Versuche zu denken seien auf dem Pfad des Schweigens heimisch?(D344)

 

Ob der Bereich der Wahrheit des Seins eine Sackgasse oder ob es das Freie ist, worin die Freiheit ihr Wesen spart, möge jeder beurteien, nchdem er selbst versucht hat, der gewiesenen Weg zu gehen, oder, was noch besser ist, einen besseren, das heißt einen Frage gemäßen Weg zu bahnen.(D344)

 

Erst aus der Wahrheit des Seins läßt sich das Wesen des Heiligen denken. Erst aus dem Wesen des heiligen ist das Wesen von Gottheit zu denken. Erst im Lichte des Wesens von Gottheit kenn gedacht und gesagt werden, was das wort „Gott“ nennen soll. Oder müssen wir nicht erst diese Worte alle sorgsam verstehen und hören können, wenn wir als Menschen, das heißt als eksistente Wesen, einen Bezug des Gottes zum Menschen sollen erfahren dürfen? Wie soll denn der Mensch der gegewärtigen Weltgeschichte auch nur ernst und streng fragen können, ob der Gott sich nahe oder entziehe, wenn der Mensch es unterläßt, allererst in die Dimension hineinzudenken, in der jene Frage allein gefragt werden kann? Das aber ist die Dimension des Heiligen, die sogar schon als Dimension verschlossen bleibt, wenn nicht das Offene des Seins gelichtet und in seiner Lichtung dem Menschen nahe ist. Vielleicht besteht das Auszeichnende dieses Weltalters in der Verschlossenheit der Dimension des Heilen. Vielleicht ist dies das einzige Unheil.(D351-352)

 

Das Denken überwinded die Metaphysik nicht, indem es sie, noch höher hinausteigend, übersteigt und irgendwohin aufhebt, sondern indem es zurücksteigt in die Nähe des Nächsten.(D352)

 

Das Denken baut am Haus des Seins, als welches die Fuge des Seins je geschickhaft das Wesen des Menschen in das Wohnen in der Warheit des Seins verfügt. Dieses Wohnen ist das Weser des „In-der-Welt-seins“. […] Die Rede vom Haus des Seins ist keine Übertragung des Bildes vom „Haus“ auf das Sein, sondern aus dem sachgemäß gedachten Wesen des Seins werden wir eines Tages eher dnken können, was „Haus“ und „wohnen“ sind.(D358)

 

Gleichwohl schafft das Denken nie das Haus des Seins. Das Denken geleitet die geschichtliche Eksistenz, das heißt die humanitas des homo humanus, in den Bereich des Aufgangs des Heilen.

Mit dem Heilen zumal erscheint in der Lichtung des Seins das Böse. Dessen Wesen besteht nicht in der bloßen Schlechtigkeit des Menschlichen Handelns, sondern es beruht in Bösartigen des Grimmes. Beide, das Heile und das Grimmige, können jedoch im Sein nur wesen, insodern das Sein selber das Strittige ist. In ihm verbirgt sich die Wesensherkunft des Nichtens. Was nichtet, lichtet sich als Nichthafte. […] Auch das Sein ist keine seiende Beschaffenheit, die sich am Seienden festfallen läßt. Gleichwohl ist das Sein seiender als jedliches Seiende. Weil das Nichten in Sein selbst west, deshalb können wir es nie als etwas Seiendes am Seienden gewahren.(D359)

 

Sein erst gewährt dem Heilen Anfang in Huld und Andrang zu Unheil dem Grimm.(D360)

 

Diese bleibende und in ihrem Bleiben auf den Menschen wartende Ankunft des Seins je und je zur Sprache zu bringen, ist die einzige Sache des Denkens. Darum sagen die wesentlichen Denker stets das Selbe. Das heißt aber nicht: das Gleiche. Freilich sagen sie dies nur dem, der sich darauf einläßt, ihnen nachzudenken. Indem das Denken, geschichtlich andenkend, auf das Geschick des Seins achtet, has es sich schon an das Schickliche gebunden, das dem Geschick gemäß ist. In das Gleiche flüchten ist ungefährlich. Sich in die Zweitracht wagen, um das Selbe zu sagen, ist die Gefahr. Die Zweideutigkeit droht und der bloße Zwist.(D363)

 

Das Denken sammelt die Sprache in das einfache Sagen. Die Sprache ist so die Sprache des Seins, wie die Wolken die Wolken des Himmels sind. Das Denken legt mit seinem Sagen unscheinbare Furchenin die Sprache. Sie sind noch unscheibarer als die Furchen, die der Landmann langsamen Schrittes durch das Feld zieht.(D346)

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15 thoughts on “Brief über den „Humanismus“ (1946)

  1. ох, якби ви переклали хоч мацюпусіньку частинку тексту, як ото було з “Das Gedicht”, я досі його в блокноті тримаю 🙂

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    1. ого, щоб аж досі в блокноті… тоді треба постаратися. 🙂
      а яка вас тематика цікавить найбільше з цього Гайдегера?

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      1. ну, “лист про гуманізм” у мене є в російському перекладі, на худой конєц :)але я пам’ятаю, що ви любите зовсім пізнього Гайдегера, а це для мене, по суті, терра інкогніта, єдине, що читав – знову ж таки російський переклад, до якого не маю великої довіри (ви колись згадували про цю книжечку, “разговор на проселочной дороге”); мене дуже цікавить “джерело художнього творіння”, інтерпретації поетів – тільки чув про них; я розумію, що ні в кого з нас нема часу, але раптом би траплялися якісь фрагменти, які вам самій дуже хотілося би перекласти українською, то був би безмежно вдячний; навряд чи тут коли дійде справа до серйозних і тривалих тлумачень Гайдегера, а так прикро… наразі мають привезти його двотомник, присвячений Ніцше, оп’ять таки по-російськи; часом неймовірно потребуєш процитувати його, починаєш катуляти з рос. на укр., виходить, ясна річ, маразм, і ти сам це чудово бачиш 😦

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        1. ага, ну то домовилися, коли потраплятиме під руку про творіння/віршування, а воно точно потраплятиме, бо я якраз зараз буду трохи писати про це діло, недавно власне переглядала цікаві шматки, то я шось трошки поперекладаю для вас. хоч з мене перекладач кепський – я філософ, а не філолог… 🙂

          так, разгавор на прасьолочной – це крихти. навіть не знаю, який там переклад, бо не звіряла ні разу, та й там майже нічого нема з того, що б я читала (правда те, що зноски є термінологічні, само по собі непогано.)

          взагалі я на одній Гайдегерівській конференцій балила одного хлопчину десь з Росії, який займався перекладами пізнього Гайдегера на російську, то так з розмови виглядало, що вони б могли бути непогані ті переклади. Правда, прізвища я не пригадую, бо нашо мені воно :).

          двотомник Ніцше це теж непогана штука – там чотири лекційні курси, які Гайдегер прочитав десь між 36 і 40 роками, якраз на переході від “середнього” до пізнього Гайдегера. Я, правда, добре знаю лише перший і трішки четвертого, але вони всі чотири цікаві. Не знаю, правда, чи перекладач в курсі, що там в тих текстах відбувається перехід від повної ідентифікації з Ніцше в першому курсі до виразної критики Ніцше і метафізики в четвертому.

          а не бачили, в журналі Ї шось Возняк колись намагався перекладати з пізнього чи середнього Гайдегера. я, правда, не читала, бо не спромоглася його роздобути, ну і великих сподівань на той переклад не покладала би, бо Возняк не філософ, але щось там цікаве мало бути. в них воно навіть здається десь в інтернеті мало би валятися.

          між іншим, мені було цікаво знати, що Стус читав весь том Гайдегера про Гьольдерліна – там від середніх до дуже пізніх лекцій (на знаю, правда, котре в нього там було видання), але, так виглядає, що лекцій про Рільке йому не вдалося роздобути.

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          1. ну, так, мені траплялися поодинокі переклади українською, в тому числі і зроблені в колі “ї”, але так назагал вони відштовхують – або тим, що зроблені нашвидкуруч, з наскоку, або натужною і робленою, як у Возняка, мовою, або ж хоч і старанно – як “навіщо поет?” у Юрія Прохаська – однак чомусь не вставляють; мені здається, що то мав би бути якийсь подвижник-одинак, котрий відважився би, здійснивши перед тим жертвопринесення інтелекту 🙂 все подальше життя присвятити виключно інтерпретаціям Гайдегера українською, тільки їх зробивши справою життя (як ото Крачковський переклав Коран, а Щуцький – Книгу Перемін), поволі створюючи найбільш адекватну мовну мережу; мав би бути добрим філософом насамперед; хоча все одно не є фактом, що така відчайдушна спроба була би успішною – маємо приклад Перепаді, котрий повністю переклав “У пошуках втраченого часу” Пруста, але тих романів у душу не ввіб’єш; ну, і ясно, що така праця ніколи би не дочекалася належного відгуку чи там оцінки; тому вся надія на вас, нехай будуть бодай фрагментарні сполохи посеред цієї убогої ночі 🙂

            Стус дійсно мав Гайдегера на засланні, коли б не “Holzwege”, десь у мене є лист, здається, до Сверстюка, де він згадує про це, але я не певен, що він ту книжку прочитав…

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            1. про Гольцвеге в Стуса не пригадую, але точно читала про “Висвітлення поезії Гьольдерліна” – то четвертий том загального видання, ну і мабуть таки прочитав, бо щось писав приблизно “цікаво було б прочитати, як Гайдегер писав про Рільке. Та що там казати, добре, мабуть, писав” – чи щось таке – тобто судячи з того, як добре писав про Гьольдерліна, то мав би добре і про Рільке.

              а щодо “навіщо поети” – то воно, як на мене, і німецькою не надто вставляє, бо він там критикує Рільке, хоч ніби й акуратно, але все ж нема що рівняти те що він писав із захватом про Гьольдерліна чи навіть Тракля з тим, що про Рільке, бо критично.

              про книгу змін – цікаво, – що, добрий переклад? треба би собі колись роздобути.

              а щодо подвижника-одинака – мені здається, такого не буде, не тільки тому, що Гайдерега зрозуміти то вже майже немежливо, але й тому, що він неперекладабельний, бо в нього поетичність (ритмованість і краса тексту, добирання слова, гра, і т.д.) поєднується з точністю мислення, коли одне адекватно перекладати, тоді інше втрачається. на приклад, коли я собі його прекладаю – то я просто перекладаю “технічний” бік, мислення його тексту, тому це фактично неможливо читати – воно негарно, кострубато перекладено. але якщо красиво перекладати, тоді його неможливо зрозуміти, хоч і приємно читати :). тут просто треба вчити мову.

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              1. “От було б добре, аби Юрко [Бадзьо] (в перспективі бодай) осмислив естетику Сонетів чи й Елегій – не так, як він писав дисертацію, сварячи Борєва чи Недошивіна, а так, як писав про Рільке Гайдеггер (або я знаю, як Гайдеггер писав? лише здогадуюсь, що писав добре, що в такому плані міг би писати і Юрко, чуючи з його езотеричного стилю!)” (лист до дружини, 5-9.02.1975, т.6, кн.1, с.124-126))

                Але це Стус писав ще в ув’язненні, здається, після операції виразки в ленінградській лікарні; а той лист я завтра пошукаю, там начебто йшлося все-таки про Гольцвеге.

                Щодо Щуцького, то особисто мені подобаються його коментарі; не знаю, як до того перекладу ставляться професійні сінологи; сам Щуцький у передмові критикує переклад Р. Вільгельма, який чи не до сьогодні вважається найавторитетнішим на Заході.

                подвижник-одинак – так, то радше приватний міф, який допомагає жити, але ніколи не збувається 🙂 хоча якісь цікаві наближення, мабуть, усе-таки можна було б зробити; ми колись бесідували з приятелем на цю тему, він відстоював думку, що таким перекладачем Гайдегера міг би бути Микола Лукаш з його фантаз(м)уванням у мові, ну, а я все ж наполягав на Поповичу (тоді ходили чутки, начебто він перекладає “Буття і час”, більше нічого про це не чув, та й сам Попович помер, на жаль).

                мову вчити пізно 🙂 пора вчитися мовчати

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                1. ну, раз вже на то пішло, то я сама полізла в листи ще раз переглянути – виявляється, в мене тут він є, той шостий том. Так от, в тому листі нічого нема про Гольцвеге. В інших листах (до друзів) він просить шоб йому прислали Гольцвеге, і ще в іншому (до дружини) каже, що рядок з Рільке треба перекладати в стилі Гольцвеге (що, втім, не обов’язклвл значить, що він їх читав). Зато в листі 24.10.1978 (т.6/2б ст.156) просить позичити йому Гьольдерліна, бо він має книгу Гайдегера про нього. Якщо я не помиляюся, в Гольцвегах взагалі нічого нема про Гьольдерліна, там тільки є “Навіщо поети” про Рільке, тобто тут йдеться не про Гольцвеге. Ну і єдина “книга” про Гьольдерліна на той час – то четвертий том, про який я кажу (у Фортреге унд Ауфзетце є одна офігєнна лекція, але ж то не ціла “книга”). Звичайно, те, що він ту книжку мав не гарантія, що прочитав – чи все-таки гарантія? (Він же ж би її певно за дві ночі проковтнув, як ту свічечку – “понюхав, а вона медом пахне, я взяв її та й з’їв”?)

                  про перекладачів Гайдегера – не коментуватиму, бо надто плаваю в українській перекладацько-літературній тематиці. 🙂

                  а про вчитися мовчати – то чи не Лао Цзи (чи, як тут кажуть, Лао Тсе) казав щось типу “хто говорить – не знає, хто знає – не говорить”? 😉

                  дякую вам за розмову – рідко коли випадає така приємна нагода побалакати про цікаве (мені), та ще й по-українськи :).

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                  1. все правильно, просто я мав на увазі іншого листа, який не увійшов до зібрання творів, а був опублікований пізніше, у “Сучасності”, з переднім словом Сверстюка. саме там Стус точно (наскільки я пригадую) вказує, якого саме Гайдегера він читає – цілком можливо, що й про Гельдерліна. у мене той лист зберігався на старому компі, який, за законами западла, вирішив нахитнутися не через місяць, а сьогодні, коли я того листа поліз шукати 😦 ну, але трагедії в тому нема, з часом з’ясую.

                    дякую навзаєм, такі розмови ніколи не бувають марними 🙂

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                    1. було б дуже цікаво, свисніть мені будь-ласка, коли з’ясуєте. Я взагалі про Стуса теж небагато знаю, просто читала була ці листи кілька років тому, бо носилася була з ідеєю щось спробувати пописати про Стуса так як Гайдегер про поетів писав – в перспективі дисертації. Але потім з того ніц не вийшло, довелося ту ідею закинути – за теперішнім планом дисер буде без поезії. Кусок буже про канадські картини, кусок про індійську музику, а вірші відкладаюся на невідомо коли, ймовірно що на нікОли. Але все одно цікаво, що саме він там читав, і що про то писав.

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